Und differenzieren Sie hierbei zwischen Lob und Anerkennung, denn das ist nicht ein und dasselbe.
Sprechen Sie Lob aus, dann meistens im Kontext einer einmalig erbrachten Leistung. Dieses Lob bezieht sich meistens auf einen konkreten Sachverhalt bzw. auf ein konkretes Verhalten und der oder die Gelobte weiß wofür er es erhält.
Loben können sowohl der Chef, Kunden als auch Kollegen, die Familie oder Freunde.
Gut zu vergleichen ist diese Form der Wertschätzung mit einem gelegentlichen Schulterklopfen nach dem Muster „Das hast du gut gemacht“.
Anerkennung hingegen ist mehr eine grundsätzliche Haltung als spontane Wertschätzung. Es ist der kontinuierliche Ausdruck von Respekt und Wertschätzung für erbrachte Leistungen und die Würdigung der Person selbst.
Anerkennung muss nicht ausschließlich im Rahmen eines qualifizierten Feedbackgesprächs ausgesprochen werden.
Es kann genauso gut non-verbal durch Gestik, Mimik, sowie durch kleine Aufmerksamkeiten transportiert werden. Dies kann auch die Freiheit sein, die der Vorgesetzte seinem Mitarbeiter bei der Gestaltung seines Arbeitsbereichs gibt. Oder die Genehmigung einer Fortbildung, die der Vorgesetzte ohne vorherige Rücksprache mit dem Mitarbeiter blind zeichnet.
Lob ist zwar ein wichtiges Führungsinstrument, für nachhaltige Motivation müssen die Mitarbeiter hingegen die authentische Anerkennung und Wertschätzung Ihrer Leistung und Person spüren.